Kinderkrebstag 2019

Der internationale Kinderkrebstag am 15. Februar wurde im Jahr 2002 ins Leben gerufen, um auf krebskranke Kinder und Jugendliche und deren Angehörige aufmerksam zu machen.

Wieviele Familien erhalten jedes Jahr die Nachricht über die Erkrankung Ihres Kindes? Oder wie erleben Kinder die Krebserkrankung eines Elternteils oder Geschwisterkindes? Welche klassischen Methoden werden zur Behandlung empfohlen?
Antworten auf solche Fragen sind jedes Jahr zum 15. Februar am Kinderkrebstag in den Medien zu finden.

Aber wer berichtet über die Androhung vom Entzug des Sorgerechts, wenn die Eltern nicht möchten, dass Ihr Kind einer Chemotherapie unterzogen wird (auch wenn diese nur wenige Monate Lebensverlängerung prognostiziert). Wer berichtet darüber, wie Eltern sich überrumpelt fühlen, wenn Sie erfahren, dass ihr erkranktes Kind für Studien genutzt wird. Die Wahrheit sich aber erst zeigt, wenn die schockierende Lähmung der ersten Tage von den Eltern gewichen ist. „Unterschriften haben wir geleistet, als wir noch keinen klaren Gedanken fassen konnten“, so wird es meist formuliert.

Können wir etwas über die Alternative Krebstherapie, die biologische Krebstherapie oder die komplementäre Krebstherapie bei Kindern lesen? Nein! Sicher nicht, weil es im Heilmittelwerbegesetz ein „Werbeverbot“ für die Erkrankungen mit bösartigen Neubildungen bei Kindern gibt.
So wird das Werbeverbot fast automatisch zum Informationsverbot.

Haben Sie schon mal etwas von PAMP-Fiebertherapie, Photodynamischer Therapie mit E6, dem (alten) Kindermedikament DCA oder der Wirkung von artemisia annua gehört? Dies sind nur ein paar Beispiele, die in der klassischen Onkologie nicht zu finden sind, aber sicher hoch interessant für betroffene Eltern wären.

Und wie sieht es mit anderen Wegen zur Information der Bevölkerung aus? Zum Beispiel dem Projekt RESOLUT mit folgender Zielsetzung:
„Am Beispiel onkologischer Patienten will RESOLUT zeigen, wie Unternehmen, Institutionen und Vereinigungen in Nordthüringen kooperieren können, um für alle Betroffenen eine bessere Versorgung zu erzielen. So soll Nordthüringen mit einem umfassenden Ansatz zu einer modernen Gesundheitsregion entwickelt werden“ (RESOLUT-Thüringen).

Prima Idee – aber wie die Realität aussieht wird deutlich, wenn man folgende Email liest, die ich als Antwort bekommen habe: „Tatsächlich präsentieren wir im Rahmen unserer Veranstaltung nur Aussteller, die inhaltsnahe Schnittstellen zum RESOLUT-Projekt bieten. Als Heilpraktiker der alternative Verfahren anbietet, ergeben sich zu uns keine sinnvollen Kooperationsmöglichkeiten. Wir bitten um Ihr Verständnis.“ Ganzheitliche Krebshilfe ist nicht erwünscht!

Liebe Eltern, liebe Kinder, der Kinderkrebstag ist eine tolle Einrichtung, die auf schwere Familiensituationen genauso aufmerksam machen kann, wie auf viele liebevoll arbeitende Menschen im Gesundheitswesen. Informationen über effektive Therapiemethoden zur alternativen Krebstherapie oder komplementären Krebstherapie (begleitende Behandlung) sind aus den oben genannten Gründen nicht zu finden. Ob es diese gibt, müssen Sie also auf anderen Wegen herausfinden.

Dirk Kolberg

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