Photodynamische Therapie (PDT) mit Chlorin E6 – High-Tech trifft Natur!

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Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnostik und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt oder Heilpraktiker Ihres Vertrauens! Wir übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.

Wir informieren gern über diese Methode aus der Forschung von Dr. Dirk Hüttenberger, Heidelberg.
Dr. Hüttenberger steht unterstützend bei diversen kooperierenden Häusern für Anwendungen zur Verfügung, um dieses Verfahren weiter zu verbreiten.

Die Photodynamische Therapie (PDT) mit Chlorin E6 ist eine gesundheitsschonende Behandlungsmethode zur Entfernung von entarteten Zellen, die richtig eingesetzt chirurgische Eingriffe und Bestrahlungen ersetzen kann. Dabei nutzt die Methode lediglich Sauerstoff, Licht und einen sogenannten Photosensitizer (lichtsensible Substanz) auf natürlicher Basis von Chlorophyll (Chlorin E6). In einigen Fällen kann die PDT sogar eigesetzt werden, wenn eine Operation nicht möglich ist.

Ablauf der Photodynamischen Therapie
Die lichtempfindliche Substanz (Photosensitizer Chlorin E6 aus der grünen Alge chlorella ellipsoidea) wird in den Blutstrom injiziert und im ganzen Körper verteilt, topisch (als Creme) aufgetragen oder lokal in den Tumor injiziert. Die Substanz reichert sich vornehmlich in Krebszellen an. Sie wird aber erst durch Laserlicht einer bestimmten Wellenlänge aktiviert. Wenn die entarteten Zellen mit einem Laser belichtet werden, kommt es aufgrund der Substanzaktivierung zu einer Interaktion mit Sauerstoff, aus der der sogenannte Singulett-Sauerstoff hervorgeht, eine kurzlebige, energiereiche Sauerstoffart, welche die Krebszellen zerstört.

Gesundheitliche Risiken und Nebenwirkungen sind im Gegensatz zu den gängigen Behandlungsmethoden deutlich geringer. Die PDT richtet sich gezielt auf das Tumorgewebe, gesunde Zellen werden weitestgehend geschont. Insbesondere entfällt die aus Sicherheitsgründen erforderliche weiträumige Entfernung von gesundem Gewebe in der Tumorumgebung, wie sie bei chirurgischen Eingriffen nötig ist. Anders als bei der klassischen Chemotherapie wird das Immunsystem durch die PDT mit E6 nicht belastet, sondern sogar gestärkt. Man spricht von der „PDT-Immunisierung“.

Die PDT von Tumoren erfolgt im Normalfall in einer einmaligen Bestrahlungssitzung, jedoch besteht durchaus die Möglichkeit der Wiederholung. Da die Bestrahlung mit normalem Licht geschieht, ist die Belastung der Patienten im Vergleich zu den „klassischen“ Therapieverfahren relativ gering. Eine photodynamische Behandlung versperrt nicht den Weg für andere Therapieansätze, diese können gegebenenfalls noch durchgeführt werden, sollte keine vollständige Heilung erreicht werden.

Die photodynamische Therapie ist auch in vielen Fällen durchführbar, in denen eine Operation aufgrund besonderer Risiken oder begleitender Erkrankungen nicht möglich ist.

Durch den Einsatz von Lasern in Kombination mit Lichtleitfasern lassen sich auch Tumore an endoskopisch zugänglichen körperinneren Oberflächen behandeln. Außerdem können durch das Einstechen solcher Fasern in das Gewebe auch größere Tumoren therapiert werden. Das Laserlicht wird dann durch den speziellen Lichtleiter zu der zu behandelnden Körperstelle geführt und so fokussiert, dass es nur den Tumor, mit einem kleinen Teil gesundes Gewebe, trifft, so dass alle Tumorzellen belichtet werden. Die Belichtung dauert oft nur wenige Minuten. Insgesamt wird durch die PDT nur ein sehr geringer Schaden bei den gesunden Zellen verursacht. Effektivität und Präzision machen die PDT so wertvoll.

Nebenwirkungen:
Während einer bestimmten Zeit nach der Injektion des Photosensibilisators müssen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, damit Haut und Augen vor direktem Sonnenlicht oder starkem Kunstlicht geschützt werden. Dazu muss entsprechende Kleidung und Augenschutz getragen werden, und Aufenthaltsräume müssen ausreichend abgedunkelt werden. Vorübergehende Nebenwirkungen nach der PDT wie das Auftreten von Schmerzen, Schwellungen und/oder Problemen beim Schlucken sowie Blutungen (bei Behandlung von Kopf- und Halskrebs) sind möglich.

PDT mit E6 findet Einsatz bei:

  • Hautkrebs
  • Hautkrebsvorstufen
  • Prostata-Tumoren
  • Harnblasentumoren
  • Tumoren der Mundhöhle oder des Kehlkopfs
  • Plattenepithelkarzinom
  • Bestimmten Formen der Basaliome
  • Morbus Bowen
  • Frühformen des Spinalioms
  • Aktinische Keratose
  • Hyperkeratosen
  • Condylomata acuminata
  • Plantarwarzen
  • Rektumkarzinom


Nach einer PDT werden die zerstörten Zellen durch normale Zellen ersetzt. Dadurch kommt es zu einer guten Heilung mit nur geringfügiger Narbenbildung (weniger als bei anderen Methoden der Tumorbeseitigung wie z.B. chirurgischer Behandlung).  Sogar Patienten, die bereits mit chirurgischer Behandlung, Radiotherapie oder Chemotherapie behandelt wurden, können auf sichere Art und Weise mit PDT behandelt werden.

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