PRP – Platelet Rich Plasma (Plättchen-reiches Plasma

PRP bedeutet „Plättchen-reiches Plasma“ (Platelet-Rich Plasma), was versteht man darunter?
In unserem Blut befinden sich verschiedenste lebende Zellen. Die PRP-Methode nutzt einen Teil dieser Zellen und gewinnt dieses aus dem konzentrierten Blutplasma des Patienten (also das körpereigene Blut ohne rote Blutkörperchen).
PRP beinhaltet eine sehr große Menge an Blutplättchen, Wachstumsfaktoren und Proteinen die zur Anwendung genutzt werden. Die ebenfalls enthaltenen weißen Blutkörperchen spielen nur eine geringe Rolle im PRP.

PRP wird zur Verjüngung und Zell-Regeneration verschiedenster Körpergewebe verwendet – teilweise unter Zusatz von Medikamenten. Die aktivierten Zellen in PRP werden verarbeitet, eingespritzt oder einmassiert und sorgen an Haut, Bindegewebe, Narben, Muskeln, Gelenken und Haarwurzeln für eine Regeneration und Neubelebung, eine sog. autologe Zellregeneration.

Anwendung von PRP
Das Plättchen-reiche Plasma kann zur Verschönerung und Regeneration der Haut, als Lifting-Methode, bei Cellulite, zur Förderung von Haarwachstum, zur Wundheilung, in der Orthopädie und in der Sportmedizin eingesetzt werden. Im Prinzip kann fast jedes alternde Gewebe durch die PRP-Methode profitieren.

In unserer Praxis verwenden wir PRP für:

  • Haarwachstum, Dickenwachstum der Haare, Haar-Regeneration (z.B. bei Haarausfall, Alopezie)
  • Haarverdichtung, auch nach Haartransplantation
  • Schwangerschaftsstreifen, Striae, stretchmarks (PRP zur Hautstraffung)
  • Cellulite
  • PRP zur Narbenverbesserung, Wundheilung

Weiterführende Informationen:

PRP und Frischzellentherapie
Ein Vorläufer der PRP war die Frischzellentherapie. Bis in die 80iger Jahre wurde mit eher unzureichenden Methoden versucht, tierische Wachstumsfaktoren und Stammzellen zur Krebstherapie und Regeneration zu nutzen. Damals ließen sich zahlreiche Promis, von Pabst Pius XII, dem japanischen, saudischen und äthiopischen Kaiser, bis zu Charlie Chaplin, Kanzler Konrad Adenauer und Fußballnationaltrainer Helmut Schön behandeln. Wir arbeiten nicht mit problematischen Frischzellen aus Schafen so dass keine Gefahren bestehen.

PRP und Doping
PRP wird in der Sportmedizin und Orthopädie seit Jahren zur Regeneration verwendet. Man schätzt, dass etwa die Hälfte aller Fußball- und Basketballvereine der Bundesliga mit PRP arbeiten, um die Regenerationszeiten der Stars nach Verletzungen zu verkürzen. PRP Behandlungen sind bekannt von Gareth Bale, Ralph Nadal, Kobe Bryant, der deutschen Basketballnationalmannschaft u.a. Der Mannschaftsarzt des FC Barcelona, Dr. Cugat, behandelte 2014 laut eigenen Twitter-Meldungen den verletzten Bayern-Star Thiago mittels PRP.
PRP war bis 2011 als Doping verboten, da die Dopingfahnder natürliches PRP und künstliche Wachstumsfaktoren nicht unterscheiden. In der Sportmedizin ist die leistungs- und regenerationsfördernde Wirkung von PRP und Eigenblut kaum umstritten.

Risiken und Nebenwirkungen von PRP
Die Risiken der Behandlung sind sehr gering. Kleine Blutergüsse, Rötungen und Schwellungen sind selten möglich. Natürlich spürt man das Piksen der Injektionsnadel, sie ist aber kaum schmerzhaft.
Lediglich Krankheiten, die durch Blut übertragen werden, sprechen gegen PRP. So wird keine PRP bei Hepatitis, HIV u.ä. durchgeführt. Schwangere sollten nicht behandelt werden.
Bei Neurodermitis oder Schuppenflechte im Gesicht, generell bei allen akuten oder infizierten Hautkrankheiten sind zusätzliche Faktoren zu berücksichtigen, so auch bei Störungen der Blutgerinnung. Autoimmerkrankungen, Leberkrankheiten und Krebs sprechen dagegen.

Kosten
Eine PRP – Behandlung kostet bei uns 250 bis 350 Euro. Die Kosten sind davon abhängig, welche Mengen von PRP gewonnen werden, wie umfangreich die Behandlung ist, welche Zusatzstoffe verwendet werden usw. Der komplette Behandlungszyklus besteht meist aus 4-6 Behandlungen PRP. Danach reicht meist eine Behandlung jährlich aus, um den Erfolg zu bewahren und zu stabilisieren. Viele Hautschäden, wie Folgen eines Sonnenbrands, Ekzem, trockene Haut können durch PRP vorbeugend behandelt werden.

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