TKTL1 – APO10 Tumordiagnostik, Früherkennung?

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Prof. Dr. med. Dr. h.c. Köstler, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Onkologie, bezeichnete TKTL1 und APO10 auf dem Kongress für komplementäre Tumortherapie in München im Mai 2014 als Meilenstein in der Tumordiagnostik.

Was ist TKTL1 und APO10?

In Krebszellen ist der normale Weg der Energiegewinnung (Atmungskette unter Verbrauch von Sauerstoff) gestört. Dies geschieht aufgrund einer Funktionsstörung der Mitochondrien (=Energiekraftwerke der Zelle). Zur Energiegewinnung nutzt die Krebszelle einen einfachen, ineffizienten Weg der Vergärung von Zucker zu Milchsäure. Dafür benötigt sie große Mengen Zucker.

Im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg wurde das Gen TKTL1 entdeckt, das Krebszellen die vermehrte Zuckeraufnahme ermöglicht und ihnen dadurch entscheidende Vorteile verschafft: Die vermehrte Freisetzung von Milchsäure durch die Zuckervergärung führt zu einem Säureschutzmantel um die Tumorzelle herum. Dadurch werden sie gegenüber Chemotherapie und Bestrahlung, aber auch gegenüber dem eigenen Immunsystem resistent. Nicht alle Tumorzellen exprimieren vermehrt TKTL1.

Zahlreiche Studien belegen, dass ein hohes Aufkommen von TKTL1 mit einer schlechteren Prognose für die Patienten einhergeht. TKTL1 ist ein Maß für invasives Wachstum und für die Fähigkeit, Metastasen zu bilden (Kayser et al., 2013). Ebenso ist TKTL1 ein Maß für die Resistenz gegenüber Strahlen- und Chemotherapien (Schwaab et al., 2011). Eine Chemotherapie oder Bestrahlung erfasst nicht immer alle Tumorzellen. Die Zellen, die sich in der Latenzphase befinden, können diese Therapie unter Umständen überleben. Diese Krebszellen können sich dann aufgrund ihrer starken Milchsäurebildung ungehemmt in gesundes, durch die unspezifische Toxizität der Chemotherapie bzw. Bestrahlung vorgeschädigtes Gewebe ausbreiten und Metastasen bilden. Es konnte gezeigt werden, dass Patienten mit TKTL1-positiven Tumoren deutlich schneller versterben (Grimm et al., 2013).

Ein weiteres Merkmal für die Bösartigkeit von malignen Tumoren ist die Blockierung der Endonuklease DNaseX im Kern der Tumorzellen. Im Blut lässt sich ein dagegen gerichteter Antikörper APO10 nachweisen, der mit dem Verlust des programmierten Zelltods (Apoptose) korreliert. Der Verlust der Apoptosefähigkeit ist ein wesentliches Merkmal von Krebszellen. APO10 zeigt an, dass ein Tumor entkoppelt von Kontrollmechanismen wächst. Grimm et al. konnten 2013 zeigen, dass erhöhte APO10-Werte mit einer verkürzten Überlebenszeit von Krebspatienten einhergehen.

Beide Werte können durch eine einfache Blutentnahme in unserer Praxis bestimmt werden. Bitte vereinbaren Sie telefonisch einen Termin, eine Abstimmung wegen Eiltransport ins Labor ist nötig.

Rechtlicher Hinweis:
Wir weisen darauf hin, dass die hier vorgestellten Methoden und Systeme sowie deren Ergebnisse und Wirkungen schulmedizinisch gegenwärtig noch nicht anerkannt sind.

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